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Die Schweizer Hochschulen harmonisieren ihre Kalender
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Die Altertumswissenschaften an Schweizer Universitäten: Vom Grundlagenfach zum Prügelknaben?
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Die Zukunft der Klassischen Archäologie an den Schweizer Universitäten
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Die Zukunft der Klassischen Archäologie an den Schweizer Universitäten
Beitrag von Lorenz E. Baumer, 2004-10-25:
Wie viele andere kleinere und kleinste Fächer, die unter der irreführenden Namen der "Orchideenfächer" geführt werden, ist die Klassische Archäologie an den Universitäten der Schweiz und des angrenzenden Auslandes in den letzten Jahren zunehmend in Bedrängnis geraten. Mit Hinweis auf geringe Studierendenzahlen werden Lehrstühle nicht mehr besetzt, Mittelbaustellen gestrichen und Zusammenlegungen von Instituten ins Auge gefasst oder realisiert.
Wohin führt diese Entwicklung? Ist sie als Konzentrationsprozess zu begrüssen, oder wird auf diese Weise das geisteswissenschaftliche Tafelsilber verscherbelt? Gibt es andere Möglichkeiten?
Diskutieren Sie mit!

Antwort von Lorenz E. Baumer, 2004-11-21:
Für diejenigen, die den Artikel damals nicht gelesen haben:

Umstrittene «Orchideenfächer»
Bundesrat Couchepin will schwach besuchte Studiengänge fusionieren. Die Rektoren arbeiten an einem eigenen Modell. Dessen Eckwerte werden hier erstmals vorgestellt. Von Matthias Meili

Unlängst hat Bundesrat Couchepin vorgeschlagen, neben den beiden ETH alle zehn kantonalen Universitäten unter die Obhut des Bundes zu nehmen, um auf diese Weise einfacher schwach besuchte Studiengänge, sogenannte Orchideenfächer, zusammenlegen zu können. Diesem bei den Hochschulen ungeliebten Szenario setzt die Schweizerische Rektorenkonferenz (CRUS) ein eigenes Modell entgegen: In einem Strategiepapier, der «Vision 2015», werden die Grundlagen für eine sanfte Reform des Fächerangebotes gelegt, die aber den «herausragenden universitären Bildungsplatz» Schweiz auch in Zukunft garantieren soll.

In dem Papier, das der «NZZ am Sonntag» vorliegt, sind Mindestkriterien betreffend Studentenzahlen und Professorenstellen festgelegt, die ein Studiengang nach der Bologna-Reform erfüllen muss, damit ihn eine Hochschule künftig noch anbieten darf. An diese Spielregeln, die nun bis Ende Jahr noch verfeinert werden, sollen sich alle Hochschulen freiwillig halten.

Die Schweizer Hochschullandschaft brilliert heute vor allem mit einem extrem breiten Angebot an Lehrveranstaltungen, darunter viele Orchideenfächer (siehe Kasten). Allein die Universität Zürich führt für ihre 22 000 Studenten an die 3000 Veranstaltungen pro Semester durch. Während die einen Fächer wie Psychologie oder Publizistik boomen, werden andere kaum mehr besucht. Das Fach Latein etwa verzeichnet seit Jahren rückläufige Studentenzahlen. Ein anderer Fall ist die klassische Archäologie: In Zürich etwa haben im Wintersemester 2003 gerade drei Studenten diesen Studiengang im Hauptfach begonnen, in Bern war es nur noch einer. Archäologie wird aber nicht nur in Bern und Zürich, sondern auch in Basel, Freiburg, Neuenburg, Genf und Lausanne angeboten. Unzählige andere Fächer, vor allem aus dem Bereich der Geisteswissenschaften, sind genauso betroffen. In seiner ganzen Breite scheint dieses Angebot der Schweiz nun langsam zu teuer zu werden. [Hervorhebung L.E.B.]

Ein radikaler Kahlschlag aber, der sich nur nach den Bilanzen der Aufsichtsbehörden richtet, könnte nach Meinung von Experten mehr zerstören als erwünscht. Der Verlust von Know- how könnte schwerer wiegen als die erzielten Einsparungen. Andererseits fällt es den Fakultäten sehr schwer, sich von einem schwach ausgelasteten Lehrstuhl zu trennen. Die geforderten Einsparungen gehen dann nicht selten auf Kosten des Mittelbaus, was Einbussen bei der Qualität zur Folge hat.

Die Spielregeln der CRUS sollen deshalb den koordinierten Abbau von Orchideenfächern nach sich ziehen. Sie greifen zudem nur im Rahmen der Bologna-Reform, die derzeit an allen Universitäten umgesetzt wird. Darin werden die bisherigen Diplom- und Lizenziatsstudien in Bachelor- und Master-Studiengänge umgeformt, die nach einem international einheitlichen Kreditsystem bewertet werden und den Schweizer Studienabgängern bessere Chancen auf dem Wissensmarkt bringen sollen.

Die von der CRUS vorgeschlagenen Spielregeln lauten: Bei den Geisteswissenschaften und den Naturwissenschaften müssen Bachelor- oder Master-Studiengänge mindestens zwanzig neu eingeschriebene Studenten jährlich erreichen. Des Weiteren setzt die CRUS voraus, dass solche Studiengänge von mindestens drei gewählten Professorinnen oder Professoren betreut werden, die jeweils über 50 Prozent ihrer Arbeitszeit dafür einsetzen. Damit soll eine Mindestqualität garantiert werden, die ein Professor alleine nicht bieten könnte. Weitere Kriterien in den beiden Fachbereichen sind ein akzeptables Betreuungsverhältnis (nicht mehr als 80 Studenten pro Professor), die Schaffung von Forschungsnetzwerken sowie bei den Master-Studiengängen eine Mindestanzahl an Studenten mit Bachelor-Abschlüssen von anderen Universitäten. Damit möchten die Rektoren den Wettbewerb zwischen den Universitäten fördern.

Obwohl künftige Bologna-Studiengänge nicht direkt mit den heutigen Disziplinen verglichen werden können, zeigt ein Blick in die Vorlesungsverzeichnisse und Studentenstatistiken, dass viele Lehrveranstaltungen die Kriterien nicht erfüllen werden. In einem solchen Fall sind die Universitäten angehalten, freiwillig nach Kooperationen mit anderen Hochschulen zu suchen. Gesamtschweizerisch erreichen nämlich auch viele Orchideenfächer Studentenzahlen, die im Rahmen der CRUS-Kriterien liegen.

Quelle: NZZ am Sonntag, 22. August 2004

(Geändert am / modifié le: 2004-11-21)

Antwort von Lorenz E. Baumer, 2005-01-21:
Der Raubbau schreitet munter voran:
Es betrifft immer mehr Institute aus den Altertumswissenschaften: Trotz internationalem Protest wird Altgriechisch in Neuchâtel definitiv geschlossen. Gerüchten zufolge soll dasselbe in naher Zukunft auch mit der Klassischen Archäologie und der Alten Geschichte in Neuenburg geschehen.

Le Conseil de l'Université enterre le grec et l'italien
ISABELLE STUCKI
Paru le Vendredi 21 Janvier 2005
NEUCHATEL - Les protestations qui agitent la communauté universitaire à propos du plan d'intentions du rectorat laissent le Conseil de l'Université de marbre.

«Je suis très content, et même soulagé.» Tout sourire, le recteur de l'Université de Neuchâtel, Alfred Strohmeier, a présenté hier le plan d'intentions qu'il venait de soumettre à l'approbation du Conseil de l'Université. Malgré la grogne estudiantine, malgré l'avis négatif du Sénat, malgré l'opposition de la Faculté des lettres et sciences humaines, le Conseil de l'Université a accepté le plan par onze voix contre six et une abstention. Le vote s'est déroulé à bulletins secrets. D'emblée, Alfred Strohmeier a précisé qu'il s'agissait de la fin d'une procédure interne à l'Université. Le plan d'intentions sera déposé sur le bureau du Conseil d'Etat le 25 janvier prochain. L'Exécutif adoptera ensuite un mandat d'objectifs qui sera discuté par le Grand Conseil. Le recteur a ensuite dévoilé un plan d'intentions inchangé. «Le projecteur et les power points étaient déjà en place, tandis que le Conseil de l'Université discutait», commente un membre du corps intermédiaire.


C'EST FINI POUR LES PETITS!

Pour la présidente du Conseil de l'Université, Michèle Berger-Widhaber, «il est nécessaire de couper chez les petits pour faire pousser ceux qui sont déjà plus forts». Les Sciences auront donc «la chance» de choisir elles-mêmes la chaire dont elles se sépareront. Tandis que les chaires d'italien et de grec, jugées «non rentables», disparaîtront de la carte universitaire neuchâteloise (notre édition d'hier).
Au vu des protestations, le Conseil a pourtant rouvert le débat relatif aux lettres. Mais il a refusé en bloc la proposition «alternative» de la Faculté des lettres et sciences humaines que devait défendre le doyen. «Nous ne sommes pas d'accord de donner à l'italien et au grec les chaires que le journalisme et les sciences de l'éducation comptaient leur céder. Les arguments du recteur concernant le nombre élevé d'étudiants dans ces deux dernières disciplines nous ont convaincus», explique la présidente qui souligne que le doyen a bien rempli le mandat que sa Faculté lui avait confié.
Le Conseil de l'Université a tout de même émis quelques réserves. L'enseignement de base du grec restera à Neuchâtel et sera étoffé de quelques heures. L'italien disparaîtra complètement. Mais le rectorat devra trouver dans un délai d'une année des solutions qui garantissent aux étudiants de pouvoir suivre un enseignement. «Les collaborations avec les réseaux BeNeFri et le Triangle d'Azur pourraient s'intensifier. Pour l'italien nous voulons que soient constitués un pôle fort en Suisse alémanique et un autre en Suisse romande», précise Michèle Berger-Widhaber.


HORS LA LOI? «OH! LA LOI...»

Quant à la manière dont s'est faite la consultation autour du plan d'intentions, le recteur et la présidente ont dit ne pas bien comprendre les remarques du Sénat et de la Fédération des étudiants neuchâtelois. «En date du 6 juillet dernier, j'ai écrit aux membres des Conseils de Faculté pour leur expliquer ce qui se passait et leur demander de faire des propositions individuelles», affirme Michèle Berger-Widhaber.
Alfred Strohmeier complète: «Il y a eu tant de planifications qui ont abouti à rien que la nôtre n'a pas été prise au sérieux. La prise de conscience a été tardive.» Quant à la loi sur l'Université qui énonce clairement que les Conseils de faculté «participent à l'élaboration du plan d'intentions», ce qui n'a pas été le cas selon le Sénat, Alfred Strohmeier ne se montre guère inquiet: «Oh! La loi, il y a toujours des problèmes d'interprétation avec la loi.»

Démission après décision?
ISABELLE STUCKI
Paru le Jeudi 20 Janvier 2005
«Démocratiquement inqualifiable!» Ainsi Denis Knoepfler, professeur titulaire de la chaire d'archéologie classique et d'histoire ancienne, qualifie-t-il la manoeuvre du doyen de la Faculté des lettres et sciences humaines, Richard Glauser. Lundi, le Conseil de Faculté a mandaté Richard Glauser pour rouvrir le débat au sein du Conseil de l'Université qui devrait donner aujourd'hui son avis sur le plan d'intentions du rectorat. Et cela d'autant plus que, pour sauver l'italien et une partie du grec, l'Institut des Sciences de l'éducation s'est dit prêt à renoncer à une chaire et que l'Institut de journalisme est d'accord de céder une demi-chaire.
Mardi matin, par courrier électronique, Richard Glauser (que nous avons tenté en vain d'atteindre) a annoncé qu'il se dégageait de cette responsabilité. Mais que, vendredi, il laisserait le soin au Conseil de la Faculté de lui demander de démissionner ou non. «C'est ahurissant! Vendredi, les dés seront jetés!», s'exclame Denis Knoepfler.
Réuni mardi soir, le Sénat (assemblée des professeurs) a quant à lui refusé à sa nette majorité le plan d'intentions tel que proposé par le rectorat. Il a dénoncé divers vices de forme dans la procédure suivie par le rectorat. «Nous ne sommes pas opposés à des réformes. Mais elles doivent se faire dans le respect de la loi comme des procédures paritaires et démocratiques d'un Etat de droit. Entre autres, nous soutenons la proposition de la Faculté des lettres et sciences humaines visant à sauver le grec et l'italien», précise le président du Sénat Philippe Terrier.
Lors de sa réunion du 16 décembre et en la présence de dix-sept de ses membres, le Conseil de l'Université avait accepté par 6 voix contre 5 la planification des postes de professeur en Faculté de lettres et sciences humaines projetée par le plan d'intentions. Représentant de la Fédération des étudiants neuchâtelois, Jerôme Paccolat remarque que sa camarade étudiante, peu attentive, avait alors oublié de voter! «Si ma collègue avait été à son affaire, Michèle Berger-Wildhaber aurait dû trancher. Demain soir (aujourd'hui, ndrl), cela va se jouer très serré.»

Beide Artikel publiziert in Le Courrier am 21. Januar 2005
(Geändert am / modifié le: 2005-01-21)

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